Innovation braucht Macht …


Die Unternehmenskultur ...

Gibt es eine ausgeprägte Kultur für Innovation in deinem Betrieb oder deinem Unternehmen? Denn wirkliche Innovation lebt oder stirbt durch die umgebende Kultur! Aber welche Kultur ist nun fruchtbar für Innovation, in welcher Umgebung kann Innovation wachsen und gedeihen?


Effizienz- oder Innovationskultur

Es gibt grundsätzlich zwei Kulturen die in diesem Zusammenhang immer wieder genannt werden -

  1. Die Effizienzkultur -
    das ist eine Arbeitsumgebung, die darauf abzielt, Ideen und Entwicklungen zu generieren, um das laufende Geschäftsmodell zu optimieren und effizienter zu machen. Um die Dienstleistung, das Produkt, oder die Qualität und letztlich den Gewinn immer weiter zu optimieren.
  2. Die Innovationskultur -
    das ist eine Arbeitsumgebung, welche intelligente Köpfe so freisetzt, damit wirklich völlig neue Ideen und komplett neue Geschäftsmodelle für die Zukunft entwickelt werden können.

Bis die Kuh tot umfällt!

Ich behaupte nun dass 95% der Unternehmen sich in der Effizienzkultur bewegen. Das heißt, sie haben ein gutes Geschäftsmodell was läuft und hoffentlich auch Rendite abwirft. Nun wird dieses Modell gemanagt und  laufend optimiert, gestrafft und Prozesse angepasst, um so die Effizienz zu steigern und den Gewinn zu optimieren. Alle betriebliche Intelligenz wird diesem Ziel unterstellt.
So eine Umgebung killt jede neue Idee einer Innovation! Die neuen Ideen stören erstmal die Effizienz und haben deshalb einfach keinen Platz im Unternehmen.

Sich permanent zu optimieren ist vom Grundsatz her nicht falsch, jedoch kann es im Ergebnis fatal sein, wenn dabei vergessen wird, dass das bisherige Produkt oder Geschäftsmodell irgendwann ausgeschöpft ist. Viele Unternehmen managen und optimieren das existierende, erfolgreiche Geschäftsmodell solange, bis dann plötzlich irgendwann die Krise an der Tür rüttelt - Dann soll plötzlich etwas Neues her, um schnell das bisherige Geschäftsmodell abzulösen - dann ist es allerdings oft zu spät. Es wird vergessen oder verdrängt,  dass das beste Geschäftsmodell sich irgendwann einmal totgelaufen hat.

"Die Kuh wird so lange gemolken solange sie Milch gibt" (- oder einfach tot umfällt) ...


Innovations-Theater ?

Viele Unternehmen behaupten aber von sich, sie seien innovativ. Ganz ehrlich - das stimmt nur in den wenigsten Fällen... Was ist es dann, was diese Unternehmen tun? Oft ist es nur ein "Innovations-Theater" - viel Aktivität und heiße Luft, doch am Ende kein vernünftiges Ergebnis. Es wird gesagt - "Wir haben da ein paar Studenten, die jungen Wilden - Das sind unsere "pirates and rebels"!
Aber ganz ehrlich, was wurde in der Geschichte mit Rebellen und Piraten gemacht? - Sie wurden eingefangen und getötet!  Ok - in der heutigen Zeit werden sie vielleicht nicht mehr sofort hingerichtet - Aber im übertragenen Sinne heißt das, dass sie zu wenig Respekt im Unternehmen für ihre Ideen haben. Oft lässt man sie alleine gestellt und so werden sie belächelt und die vielleicht guten Ideen und Ansätze lässt man, mangels Stakeholder, verhungern...
Es braucht starke Persönlichkeiten mit entsprechenden Kompetenzen und Respekt im Unternehmen. Neue Leute von extern, die entsprechendes vorweisen können oder innerbetriebliche Persönlichkeiten, welche sich bereits durch Projekte oder Aufgaben Respekt erworben haben. Dann brauchen diese Personen ein entsprechendes Mandat, eine Berechtigung, um im Unternehmen etwas durchsetzen und umsetzen zu können. Und dafür braucht es wieder die Rückendeckung der oberen Führungsebenen und Geschäftsleitung.


Innovation als Führungsaufgabe ...

Oft fehlt dieses Team welches sich professionell mit Innovation beschäftigen kann und zwar mit Rückendeckung von ganz oben. Was meine ich? - Erst wenn die Führung einen guten Teil ihrer persönlichen Zeit in Innovation investiert, gibt sie das Signal in den Betrieb: "Innovation und Veränderung ist uns wichtig - Das ist Chefsache!!" - Und wenn nicht, dann gibt sie eher das Signal: "Innovation ist nur Nebensache, keine Angst, die spinnen einfach etwas herum, damit wir auch mit Innovation posaunen können..."
Wenn aber im Unternehmen klar ist, dass der Chef, CIO, oder egal wie der heißt, hinter dem steht, was diese Leute dort tun, hat es entsprechend Gewicht und auch Ernsthaftigkeit.
Diese Führungskraft muss nicht die einzelnen Ideen entwickeln oder auswählen, aber sie muss mindestens dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit das Team den Rücken frei hat und kraftvoll arbeiten und neue Ideen und Geschäftsmodelle austesten kann.


Was ist nun richtig?

Nun ja, eigentlich braucht es Beides - Das Existierende managen und nebenbei das Neue erfinden - zwei Welten unter einem Dach - Quasi eine Parallelkultur!

Denn Effizienz ist nicht schlecht, jedoch am Ende nicht genug! - Denn erst dann, wenn ich akzeptiere, dass ich die Zukunft nicht kenne und ich weiß, dass das Einzige was konstant bleibt - ist, dass Unternehmen und Geschäftsbereiche irgendwann sterben werden. Wenn wir einmal in die Vergangenheit zoomen, dann sehen wir, dass viele noch so gute Geschäftsmodelle oder Produkte irgendwann wieder vom Markt verschwunden sind - manche schneller als sie gekommen sind. Wenn ich das erkenne, dann sehe ich wie wichtig es ist, schon zu Zeiten der Hochkonjunktur meines Geschäftsmodelles, sich Gedanken und Entwicklungen für dessen Nachfolge zu machen - Denn erfolgreiche Unternehmen entwickeln Innovationen  und neue Geschäftsfelder schon in der Phase, wenn sie erfolgreich sind und gute Umsätze und Gewinne fahren. Dann haben sie noch die Mittel, um zu Investieren und auch die Zeit, ein neues Geschäftsmodell zu entwickeln, zu testen und zu reifen - Gerade durch dieses Timing sind sie so erfolgreich.

Hast du in deinem Unternehmen eine ausgewogene Parallelkultur von Effizienzmanagement und Innovationskultur? Wenn nicht, tust du was dagegen?


ZITAT ECKE:

Nimm an, was nützlich ist. Lass weg, was unnütz ist. Und füge das hinzu, was dein Eigenes ist.

(Bruce Lee)

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.

(Albert Einstein)

Geh nicht nur die glatten Straßen. Geh Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub.

(Antoine de Saint-Exupéry)

Neue Meinungen sind immer verdächtig und werden gewöhnlich aus keinem anderen Grunde bekämpft als aus dem, dass sie nicht schon allgemein bekannt sind.

(John Locke)

Das große Problem des technischen Fortschritts ist, dass er ein altes Problem löst, aber meistens ein Neues schafft.

(Richard David Precht)


Wenn Du zu dem Thema Fragen hast, oder Inspiration und Gedankenaustausch suchst, oder einen Sparringspartner möchtest, ich helfe sehr gerne...
Ich begleite und unterstütze kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) bei der Herausforderung welches eine digitale und kulturelle Transformation mit sich bringt. Mein Leitsatz dabei ist stets:
Die Organisationsentwicklung muss dem Unternehmen wirtschaftlich UND menschlich Wachstum ermöglichen.
Lasst uns ganz unverbindlich ins Gespräch kommen - Sende einfach eine Mail und ich rufe zurück ...

Soweit für heute.

MACH DAS BESTE AUS DEINEM POTENTIAL

Be blessed


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Dieter Schneider

Über den Autor:

Dieter Schneider Baujahr 61, ist glücklich verheiratet und hat 4 Kinder. Als Familie lebt er in der Nähe des Bodensee`s. Er ist Leiter von Verwaltung & Personal einer grösseren Unternehmensgruppe mit über 1000 Mitarbeitern in der Schweiz.

Weitere Infos gibts hier


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