DenkanstössePersönliche Impulse

Achtung – Vergleichsfalle

“So ein Stuss – – was soll denn das, ich vergleiche mich doch nicht, mit wem denn auch, da ist ja keiner der mir das Wasser reichen könnte….”


Also gibt’s diese Vergleichsfalle überhaupt nicht, und wenn doch, wer stellt sie auf? Was ist die Vergleichsfalle genau?  Wie tappe ich da rein?  Was macht das mit mir?  Wie komme ich da wieder raus?  Was hilft mir dabei? Kann das immer wieder geschehen? Und wie erkenne ich diese Fallgruben rechtzeitig?

ES GEHT GANZ SCHNELL UND NACH UNTEN

Es gibt Menschen, die vergleichen sich andauernd nach unten, dann bin ich froh, nicht so dick zu sein, wie der da, oder so armselig wie dieser dort, nicht so erfolglos wie jener, also einfach nicht so zu sein, wie die Anderen, sondern besser. Ich stelle mich höher – über all die Anderen. Ich gebe allen um mich das Gefühl weniger zu sein, um meinen eigenen dadurch zu heben. Durch diese Art des Vergleichens entsteht Überheblichkeit und Arroganz – das macht auf Dauer einsam…

WAS NACH UNTEN GEHT, GEHT AUCH NACH OBEN

Ganz ehrlich, ich ertappe mich nicht selten dabei, wie ich mich mit anderen vergleiche. Da ist der Kollege, dem scheinbar alles locker von der Hand läuft. Da sind die Menschen in den Hochglanzmagazinen im tollen Styling. Oder der Nachbar, der schon wieder ein neues Auto gekauft hat – wie der das wohl bezahlt, der verdient doch bestimmt auch nicht mehr als ich?!
Hast Du Kinder? – bestimmt gab es ein Kleinkind im Bekanntenkreis, das früher Krabbelte, oder die ersten Worte sprach…
Es passiert ganz schnell, dass man in Gedanken das Vergleichen anfängt. Man vergleicht sich dann oft nach oben, also mit denen, die etwas besser können, besser aussehen, oder die die vorbildlicheren Kinder haben, oder, oder, oder…

WOHER KOMMT DIESES VERHALTEN UND WER STELLT DIE FALLE. AUF?

Hast du als Kind auch mal gehört, “Du kannst das sowieso nicht”, “Da bist du zu …. dafür”, “Lass das, dein Bruder macht das besser”, “Deine Schwester ist viel ordentlicher” …
Bekomme ich das vergleichen also anerzogen? Tickt vielleicht unsere ganze Gesellschaft so? Ist das bequem, denn – Vergleichen schafft Gleiche?
Wie reagieren wir denn, wenn jemand nicht “gleich” ist? Was denkst du, wenn dir ein jugendlicher Punk oder ein Obdachloser begegnet?

DIE FALLE LAUERT ÜBERALL!

Wollten wir als Teenager nicht alle etwas ungleicher sein? Zu meiner Zeit waren es die Ausläufer der Hippies – die mit den langen Haaren 😉 Wir wollten dem gleichmachenden Vergleich einen Protest entgegenstellen. Doch selbst im Protest verfolgte uns das Vergleichen – ist der nun Hippie, Popper oder Punk – gehört der nun zu uns, oder zu den Anderen? Und heute, muß man oft die richtigen Klamotten und Marken anhaben, um dazu zu gehören…

ICH ENTSPRECHE NICHT DEM IDEAL!

Doch am Ende schafft das Vergleichen nur Unzufriedenheit und Eifersucht, denn ich entspreche in den meisten Fällen nicht dem Ideal – es gibt immer jemanden, der besser, reicher oder schöner ist. Wenn mir das bewusst wird, wirkt das deprimierend und ich fühle mich noch schlechter und noch kleiner. Durch solche Vergleiche ernähre ich andauernd meine Unzufriedenheit, die sich dann wie ein Bandwurm durch meine Innereien frisst. Der Neid auf all die Anderen frisst mich langsam auf. Das Selbstmitleid bestätigt mich im eigenen Elend und gibt mir den Rest. Ich mache mich dann immer kleiner und kleiner, ich habs nicht drauf und bekomm es auch niemals hin. Ich mach mich kleiner als nötig, denn niemand entspricht 100% dem Ideal! Das kann sehr schnell zum falschen Götzen werden, dem man erfolglos hinterherrennt. Aus dieser Art des Vergleichens kann Minderwert entstehen. Ich sehe  meinen Wert als viel zu niedrig an. Minderwert kann dazu führen, sich immer weiter zurück zu ziehen und Einsamkeit zu erleben…

WAS MACHT DICH DANN WERTVOLL?

Der Ausgangspunkt kann in beiden Fällen der selbe sein – Unzufriedenheit, Unsicherheit, mangelndes Selbstbewusstsein, Eifersucht bis hin zu Neid und . Doch wenn das Vergleichen uns nicht wirklich weiterbringt, sondern nur am Selbstwert nagt, was macht denn deinen und meinen Wert wirklich aus? Wie ist das denn in der Kunst? Weshalb kostet ein Bild mehrere Millionen, obwohl ich nicht erkenne was es darstellt? – Ganz einfach – Weil es wohl jemanden gibt, der bereit ist soviel dafür zu bezahlen!
Es gibt jemand der bereit war für dich und mich sein Wertvollstes zu geben – gab seinen Sohn für uns! Das macht dich und mich wertvoll und mit keinem Geld der Welt bezahlbar!

, DIE RETTUNGSLEINE

Sitzt du erstmal in der Falle brauchst du eine Rettungsleine. Eine Leine, an der du dich herausziehen kannst, diese Rettungsleine heißt DANKEN. Danke für das was du hast und freue dich an dem was dir geschenkt ist. Wenn du dankbar bist, verändert sich dein Blickwinkel weg von dem, was dir fehlt, hin auf das, was du hast.
Deine Eltern haben dir Eigenschaften vermacht und anerzogen, aber Du bist mehr als bloß die Summe ihrer Gene und das Produkt einer Erziehung – DU bist ein einzigartiges Original und besonders Wertvoll!

SAGE STOP ZU DIR !

Immer dann, wenn ich in Gedanken das Vergleichen anfange (also regelmäßig) und Unsicherheit, Neid und Selbstmitleid, aufkommt, denke ich – STOP – ich bin ein wertvolles und einzigartiges Original – dann ist doch logisch dass ich nicht so bin wie der oder die da, denn das sind ja auch Originale und für sich wiederum besonders. Ich denke dann bewusst – Danke dass ich so bin wie ich bin, und Danke, dass ich das habe, was ich habe. Lass mich daran haben…
Am Anfang ist das vielleicht komisch und ungewohnt, positiv von sich zu denken, aller Anfang ist schwer, aber Übung macht den Meister – versuchs!!

WENNS UNBEDINGT SEIN MUSS…

Und wenn du dich unbedingt vergleichen willst, dann Vergleiche dich lieber mit dem, der soviel für dich getan hat und immer noch tut – Christus – lerne ihn kennen, so wie er wirklich war. Lese in der Bibel was er getan hat, so kannst du eine lebendige Beziehung zu ihm aufbauen und ihm nacheifern. Das ist tausendmal besser, als sich mit falschen Idealen zu vergleichen und daran zu scheitern – daran sollten wir uns besser täglich neu erinnern…

Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.

– Sören Kierkegaard

Wer gelassen und ausgeglichen ist, lebt gesund. Der Eifersüchtige wird von seinen Gefühlen innerlich zerfressen.

Bibel – Sprüche 14,30

Immer wieder sangen die Frauen den Vers: “Saul hat tausend Mann erschlagen, David aber zehntausend!
Saul hörte dieses Lied nicht gern, er wurde sehr zornig. “David trauen sie zu, dass er zehntausend erschlägt; und sie glauben, dass ich nur mit tausend fertig werde!”, dachte er voller Missmut. “Jetzt fehlt nur noch, dass sie ihn zum König machen!” Seitdem war Saul eifersüchtig auf David.

Bibel – 1.Samuel 18,7-9

Jesus erzählte ein weiteres Gleichnis. Er hatte dabei besonders die Menschen im Blick, die selbstgerecht sind und auf andere herabsehen. “Zwei Männer gingen in den Tempel, um zu beten. Der eine war ein Pharisäer, der andere ein Zolleinnehmer. Selbstsicher stand der Pharisäer dort und betete: ‘Ich danke dir, Gott, dass ich nicht so bin wie andere Leute: kein Räuber, kein Gottloser, kein Ehebrecher und schon gar nicht wie dieser Zolleinnehmer da hinten. Ich faste zweimal in der Woche und gebe von allen meinen Einkünften den zehnten Teil für Gott.’

Der Zolleinnehmer dagegen blieb verlegen am Eingang stehen und wagte kaum aufzusehen. Schuldbewusst betete er: ‘Gott, vergib mir, ich weiß, dass ich ein Sünder bin!’

Ihr könnt sicher sein, dieser Mann ging von seiner Schuld befreit nach Hause, nicht aber der Pharisäer. Denn wer sich selbst ehrt, wird gedemütigt werden; aber wer sich selbst erniedrigt, wird geehrt werden.”

Bibel – Lukas 18,9-14

Dieter Schneider

Baujahr 61, ist glücklich verheiratet und hat 4 Kinder. Als Familie lebt er in der Nähe des Bodensee’s. Er ist Leiter der Verwaltung Personal & einer grösseren Unternehmensgruppe mit über 1000 Mitarbeitern in der Schweiz. Weitere Infos hier

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