Das Prinzip von Saat und Ernte

LASS DIR ERKLÄREN 

- Mein Sohn wurde letztens von einer Gruppe Kinder ausgegrenzt, nachdem er einzelne Kinder in der Gruppe blöd geärgert hat. Daraufhin hat er sich bei mir als armes Opfer aufgespielt, dann habe ich ihm dieses Prinzip erklärt - Denn ich bin auf dem Land aufgewachsen, und da gibt es eine ganz einfache Regel:

- Du erntest das, was du gesät hast -

 

Bei uns im Dorf gab es viele Landwirte, und jeder von ihnen verstand dieses Prinzip - Denn es wird niemals, ein einigermaßen normal denkender Bauer, Mais erwarten, wenn er auf dem Acker Weizen gesät hat ...

Dieses Prinzip ist aber nicht nur für die Landwirtschaft logisch und schlüssig, sondern lässt sich auch wunderbar in Deinen und meinen Alltag transverieren. Denn auch da gilt - das was du gesät hast, das wirst du auch ernten.

ABER WAS IST NUN DIE SAAT?

Unter der Saat, verstehe ich, nicht nur im Landwirtschaftlichen Sinne, die Körner, welche auf den Acker geworfen werden, sondern vielmehr auch das, was von uns permanent und andauernd gesät, oder anders ausgedrückt, ausgesendet wird.

Unsere Gedanken, unsere Worte, unsere Taten, unsere Glaubenssätze - auch unsere Prägungen aus der Kindheit spielen hier eine große Rolle. Denn in unser Leben kann guter Same oder eben auch schlechter Same gesät worden sein.

Und wann oder wie dieser Samen aufgeht wissen wir nicht - aber wie in der Landwirtschaft gilt auch hier - gute Saat bewirkt eine gute Frucht, schlechter Same wird eine Missernte hervorbringen.

Das heisst also, nicht nur wir alleine säen in unserem Leben, sondern es wurde und wird auf unserem Boden permanent "fremdgesät" - sei es von unseren Eltern, unseren Erziehern, Lehrern, Partnern und sonstigen Vorbildern - Alle die auf irgendeine Art und Weise Kontakt mit uns haben...

Wenn wir z.B. in unserem Elternhaus viel Wärme, viel Liebe, Lob und Anerkennung erfahren hatten, wird dieser Same als gute Frucht aufgehen. Wir werden selber beziehungsfähig und leiden höchstwahrscheinlich nicht an Minderwert und können so diesen guten Samen auch wieder weitergeben.

Das Gegenteil kennen viele sicher auch - Ungerechte Kritik, oder erlebte Streitereien der Eltern oder schlechtes Reden sonstiger Autoritätspersonen in unserer Kindheit prägen uns negativ - Diese Prägungen können uns das ganze Leben lang begleiten. Zuerst in unseren Gedanken -  später vielleicht in Worten und Taten - das  bewirkt nicht nur eine besonders schlimme Ernte für uns selbst, sondern das wuchert weiter in das Leben unserer Kinder und in unser sonstiges Umfeld.

UND DIE ERNTE?

Der amerikanische Erfolgstrainer formulierte es einmal so: "Das Leben ist ein Echo - Denn was du aussendest, das kommt auch wieder zurück."

Hatte z.B. mein Vater Probleme in der Sexualität, ist die Gefahr gross, dass ich diese Früchte auch «erbe»  und dann sogar an meine Kinder weiter trage. Ich kann zum Beispiel nicht ohne Folgen nachts Erotiksendungen konsumieren und glauben, dass Frau und Kinder davon nichts mitbekommen / direkt oder indirekt ....

Ein zerstörerischer Samen ist auch, wenn wir unversöhnt leben. Das heisst, wir können anderen Menschen einfach nicht vergeben und tragen so Ungerechtigkeit, Kränkung und Verletzung ewig nach, in der Hoffnung es irgendwann gegen den oder die Andere einsetzen zu können...

Im «Vater unser» heisst es: «...und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.» Und obwohl sie es vielleicht regelmäßig beten, leben viele Christen in nicht wirklich versöhnten Beziehungen und werden dadurch bitter und krank.
Auch das wird in der Bibel oft beschrieben und von den Ärzten als psychosomatische Krankheit bestätigt. Wenn wir lernen zu Verzeihen und zu Vergeben, und so mit unseren Mitmenschen und mit uns selber im Reinen sind, bringt das Heilung in unser Herz und Friede in unser Umfeld...

Denn es ist entscheidend, wie wir reden, denken und handeln. Wir glauben oft, dass es bedeutungslos sei, was wir über uns selbst oder über andere denken oder was wir hintenrum über andere sagen. Das ist ein Irrtum, denn jede Saat geht irgendwann auf - Die Frage ist nur -

Mit welcher Frucht soll meine Saat einmal aufgehen?
Dementsprechend muss ich heute mein "Saatgut" anpassen...

 

Wo wir unseren Teil in Ordnung bringen, verändert sich plötzlich auch die Situation in unserem Umfeld. Diese Botschaft ist doch so einfach wie auch ermutigend!

Wir können beeinflussen, ob der gute Samen bei uns auf steinigen oder fruchtbaren Boden fällt (siehe Matth. 13.3-8 ) - Das heißt, du kannst steuern, welche Saat in dir aufgehen soll und welche nicht - Du wirst die Früchte ernten, deren Samen du in einen fruchtbaren Boden gibst - Darum prüfe Deine Gedanken...

Denn jede Idee, jedes Wort, jede Tat, ist ein Ergebnis von Gedanken. So hat das Meiste in Deinem und meinem Leben seinen Ursprung in unseren eigenen Gedanken.
Deine Gedanken übertragen sich unterbewusst auf deine Gefühle und haben eine mächtige Auswirkung auf Dein Handeln.

LEITSATZ:
„Säe einen Gedanken und du erntest eine Tat.
Säe eine Tat und du erntest eine Gewohnheit.
Säe eine Gewohnheit und du erntest einen Charakter.
Säe einen Charakter und du erntest ein Leben.“

 

Wenn Du diese Macht deiner Gedanken erst einmal verstanden und verinnerlicht hast, fällt es Dir leichter diese Selbsterkenntnis und Selbstsicherheit nach außen zu tragen.

Das was du aussendest (säst), das wirst du wieder anziehen (ernten) - Wie sagt der Volksmund: "Gleich und Gleich gesellt sich gern" - Deine Ausstrahlung wirkt auf dein Umfeld nach dem Prinzip Saat & Ernte - Um positives anzuziehen, musst du vorher positives ausstrahlen.

ZITAT - ECKE 

Das Verstehen von Prinzipien ist die Grundlage aller Erkenntnis...

So wird die Erkenntnis der Prinzipien zum Prinzip der Erkenntnis für alles Weitere...

Aristoteles 384 v.Chr. -322 v.Chr.

Ich bin fest davon überzeugt, dass dieses Prinzip Gültigkeit besitzt...

Wer Mord und Schmerz sät, kann nicht erwarten, Liebe und Freude zu ernten.

Pythagoras 570 v.Chr. - 510 v.Chr.

Dieses Ernte-Saat-Prinzip ist so alt wie die Erde und man findet es auch mehrmals in der Bibel - z.Bsp. hier:

Was der Mensch sät, wird er auch ernten... Lasst uns deshalb nicht müde werden, das zu tun, was gut und richtig ist.
Denn wenn wir nicht aufgeben, werden wir zu der von Gott bestimmten Zeit die Ernte einbringen.

Bibel Galater 6,7-9



 

Dieter Schneider

Baujahr 61, ist glücklich verheiratet und hat 4 Kinder. Als Familie lebt er in der Nähe des Bodensee’s. Er ist Leiter der Verwaltung Personal & Finanzen einer grösseren Unternehmensgruppe mit über 1000 Mitarbeitern in der Schweiz. Weitere Infos hier

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